Ich bin 38. Projektmanager. Acht bis zehn Stunden täglich vor dem Bildschirm.
Ich bin nicht krank. Ich bin nicht schwach. Ich bin jemand, der funktioniert, liefert, performen muss — und trotzdem hatte ich seit über zwei Jahren keinen einzigen Nachmittag mehr, an dem mein Nacken einfach still war.
Das Schlimmste daran war nicht der Schmerz selbst.
Das Schlimmste war, dass ich mitten in einem Gespräch plötzlich nicht mehr zuhören konnte — weil mein Nacken lauter war als alles andere im Raum. Dass ich gegen 15 Uhr anfing, die Uhr zu beobachten. Nicht wegen der Arbeit — sondern weil ich wusste: In einer Stunde werde ich mich kaum noch konzentrieren können.
Abends dann: Couch. Wärmflasche im Nacken. Zu müde für alles — aber nicht müde genug, um wirklich abzuschalten. Irgendwann fing ich an, beim Zähneputzen im Spiegel diesen leicht nach vorne geschobenen Kopf zu sehen — und mich zu fragen, seit wann das so ist.